Die Geschichte

Die Anfänge der Berner Medizinsammlung gehen bis auf das 19. Jahrhundert zurück, als Mitarbeitende des Inselspitals Objekte in Kellern des Spitals aufzubewahren begannen. Ab den 1960er Jahren wurden auf Initiative des damaligen Insel-Direktors Fritz Leu systematisch erhaltenswerte Instrumente und Geräte gesammelt. Das Ziel von Fritz Leu war es, mit diesen Objekten die Basis für ein zukünftiges Museum zu schaffen. Die Objekte wurden in dieser Zeit zwar aufbewahrt, allerdings nicht erschlossen und auch nicht gepflegt.

1989 beauftragte das Inselspital das Institut für Medizingeschichte unter seinem damaligen Direktor Urs Boschung mit der Beurteilung und Inventarisierung der Sammlung. 2010 wurde eine Vereinbarung über die Betreuung der Sammlung zwischen dem Institut für Medizingeschichte und dem Inselspital aufgesetzt und eine jährliche Vergütung der Leistungen des Institutes festgelegt. Seither sind eine Sammlungsleitung, eine Assistenz sowie mehrere Freiwillige verantwortlich für die Objekte der Medizinsammlung. Zunächst als Museale Sammlung der Inselspital Stiftung (MUSIS) bezeichnet, trägt die Sammlung seit 2018 den Namen Medizinsammlung Inselspital Bern.

Daneben betreut das Institut für Medizingeschichte drei weitere medizinhistorische Sammlungen, die als universitäre Sammlungen im Besitz des Kantons Bern sind: Die sogenannte Allgemeine Sammlung wurde mit der Institutsgründung im Jahr 1963 durch Erich Hintzsche, auf den die Anstrengungen zur Institutsgründung im Wesentlichen zurückgehen, angelegt. Eine Brillensammlung, die dem Institut zur Eröffnung geschenkt wurde, geht auf den Basler Professor und Augenarzt Otto Hallauer zurück. Die Pharmakognostische Sammlung gelangte 1996, nach der Schliessung des Pharmazeutischen Institutes der Universität Bern, ans Institut für Medizingeschichte.

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